Deshalb sollte man beim Essen nicht fernsehen

In Gesundheit von Martin KrowickiKommentieren

Lebensmittel

Eine Studie aus den USA hat neuerlich bewiesen, dass Menschen, die beim Essen fernsehen oder am Smartphone surfen, mehr Kalorien zu sich nehmen [1]. Diese Erkenntnis ist nichts Neues. Schon bisher konnte man davon ausgehen, dass die Ablenkung dafür sorgt, dass man unbewusst mehr Essen zu sich nimmt.

Die Ernährung ist der Schlüssel zum Normalgewicht und zu einer gesunden Lebensweise. Darauf achten nicht nur die Normalbürger, sondern vor allem auch die Sportler. Sie sind tagtäglich gefordert, Spitzenleistungen zu erbringen. Das ist nur bei einer entsprechenden Einstellung zum Essen und mit Disziplin möglich.

Sportler ernähren sich bewusst

Ernährung ist im Spitzensport schon seit langem ein großes Thema. Die Zeiten, wo die besten Sportler der Welt nach ihren Erfolgen nächtelang durchfeierten, sind lange vorbei. Heute gilt ein strikter Ernährungsplan, damit der Körper zum idealen Zeitpunkt seine volle Leistung abrufen kann. Nichts desto trotz erregt ein Trainer immer noch Aufsehen, wenn er die Ernährung seiner Schützlinge umstellt.

Bestes Beispiel dafür war der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund, Thomas Tuchel. Er stellte die Gewohnheiten seiner Spieler um und geriet prompt ins Kreuzfeuer der Kritik, als der BVB in einem wichtigen Spiel gegen Ende körperlich in die Knie ging. In Paris hatte man da weniger Bedenken. Sein Zugang zum Thema Ernährung zeigt bei Paris St. Germain großen Erfolg. Der Titelverteidiger ist auch dieses Jahr überlegener Tabellenführer in der französischen Ligue 1. Niemand zweifelt in diesem Jahr an einem weiteren Titel für den deutschen Trainer. So führt Paris St. Germain die Favoritenliste auf Betway mit einer Quote von 1,005 (Stand 14.11.) überlegen an. Tuchel hat persönlich vor einigen Jahren die besten Erfahrungen mit einer Low-Carb Ernährung gemacht und seither das Thema fix in sein Training eingebaut.

Mahlzeiten bewusst zu konsumieren, hilft auch dem Ottonormalverbraucher, seine Kalorienaufnahme in den Griff zu bekommen.

Mehr Medien, mehr Kalorien

Die Autoren der Studie, die ihre Untersuchung mit Unterstützung der Michigan State University und dem Sparrow Center for Innovation and Research durchführten, fanden heraus, dass man bei gleichzeitiger Medienkonsumation rund 150 Kalorien mehr zu sich nimmt als ohne.

Das wäre noch gar nicht mal so schlimm, doch in weiterer Folge wird das Mehr an Nahrung nicht kompensiert. Übersetzt bedeutet das, man isst deswegen bei der nächsten Mahlzeit nicht einfach weniger, sondern die gleiche Menge wie üblich. Damit nicht genug, enthielten die Lebensmittel, die die Studienteilnehmer zu sich nahmen, auch noch mehr Fette, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate und Protein. Sie aßen also nicht nur mehr, sondern auch noch ungesünder. Das kann schon mal zu Problemen nach dem Essen führen.

Dieser Anstieg an Kalorien könnte längerfristig Übergewicht begünstigen, wie die Autoren der Untersuchung betonen. Dann benötigt man gute Abnehmtipps, um die überflüssigen Pfunde wieder loszuwerden. Der Effekt tritt bei allen bekannten Medien auf. Es ist also unerheblich, ob man beim Essen TV guckt, im Internet surft, ein Buch liest oder Musik hört.

Eindeutige Ergebnisse

Hunger

An der Studie nahmen 58 Personen über einen Zeitraum von drei Tagen teil. Sie zeichneten alles auf, was sie aßen. Insgesamt wurden 744 Mahlzeiten dokumentiert, davon waren 485 Hauptmahlzeiten und 259 Snacks. Bei 133 Mahlzeiten konsumierten die Probanden Medien, das waren vor allem die Hauptmahlzeiten, weniger die Snacks. Die meisten von ihnen, rund 88 %, nutzten den Fernseher, Online-Videos oder Filme. Ein eher geringerer Anteil widmete sich dem Radio, Podcasts oder dem Internet.

Fazit – Das Sättigungsgefühl sagt Stopp

Diese Untersuchung bestätigt, was man ohnehin von seinen eigenen Konsumgewohnheiten kennt. Kaum jemand genießt beim Fernsehen gekochte Karotten, sondern greift vor allem zu zucker- und fetthaltigen Snacks, wie Chips. Dass diese weder gesund sind noch eine Mahlzeit ersetzen können, braucht nicht betont zu werden. Chips gelten nicht umsonst eindeutig als Fressfalle.

Die Studie aus den USA beweist einmal mehr, dass man Mahlzeiten bewusst und in Ruhe genießen sollte. Ablenkung schadet da eher und führt dazu, dass man die Lebensmittel in hohem Tempo in sich hineinstopft. Damit kommt es automatisch dazu, dass man mehr isst, als man eigentlich benötigt. Das Sättigungsgefühl braucht schließlich rund 20 Minuten, bis es eintritt. Bis dahin hat man beim schnellen Essen schon zu viel zu sich genommen. Daher gilt auch weiterhin das Motto „langsam und bewusst essen“.

Weitere Artikel findest Du hier:

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.